Kommune kann richtig gute Kinderbetreuung!

… die dem Leben gerecht wird

Kommune kann gute Kita!

Die aktuelle Pandemie zeigt uns, welchen Stellenwert die Professionalisierung der Betreuung von Kindern für unsere Gesellschaft hat. Ist die Betreuung, wie jetzt in der Corona-Krise nicht gegeben, oder nicht mehr verlässlich, dann sind Frauen* die leidtragenden, die nur noch in Teilzeit arbeiten können oder gar ihren Job kündigen müssen. Regelmäßig verlieren Frauen* ihre Arbeit, oder werden gar nicht erst eingestellt, mit dem unter der Hand Verweis darauf, dass sie ja Kinder haben, um die sie sich kümmern müssen. Das ist die bittere Realität und trifft auch Frauen*, die potenziell Kinder kriegen könnten, weil sie gerade im „richtigen“ Alter sind!

Und auch außerhalb von Krisenzeiten hakt es in Deutschland bei der Kinderbetreuung. Arbeit in Schichtsystemen oder an Samstagen, wie sie für viele Menschen ganz normal ist, wird in unseren Kinderbetreuungsangeboten viel zu oft nicht berücksichtigt.

Damit Kommunen ein Kinderbetreuungsangebot schaffen können, dass durch ein Netz von Kindertagesstätten und kostenlosen Kindertagespflegepersonen, den Lebensrealitäten von Eltern gerecht wird, gleichberechtigte berufliche, wie gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, und gleichzeitig Erzieher:innen endlich würdige Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen ermöglichen können, brauchen Kommunen massive finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern. Das muss es uns Wert sein!

Erzieher:innen leisten täglich einen immens verantwortungsvollen und schwierigen Job für unsere Gesellschaft. Trotzdem werden sie schlecht bezahlt, müssen für ihre Ausbildung selber aufkommen und haben obendrauf noch miese Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten. Das muss sich ändern! Es braucht eine wesentlich bessere Bezahlung, eine Arbeitszeitreduzierung auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich und die dritte Kraft in den Kindergartengruppen. Außerdem braucht es mehr eingeplante Arbeitszeit für Elterngespräche, Vor- und Nachbereitung, sowie Planungszeit. Das bedeutet sehr viel mehr Personalbedarf, aber dieser wird nur unter den oben beschriebenen Bedingungen zu decken sein. Der Erzieher:innen Beruf muss endlich die gesellschaftliche Wertschätzung erfahren, die er verdient hat und das muss sich ganz praktisch in mehr Geld und Zeit ausdrücken! Die Kommunen werden sich das nicht leisten können. Die Belastung muss fair zwischen Land, Bund und Kommune aufgeteilt werden.