1 Geburt – 1 Hebamme

Heute ist internationaler Hebammentag! 🧑‍🍼

Die miese Versorgungssituation mit Hebammen und deren schwierige Bedinungen im Beruf sind „nur“ ein weiteres Symptom unserer patriarchalen Gesellschaft und machen deutlich warum wir eine feministische Gesundheitspolitik brauchen! Die permanente Anwesenheit einer Hebamme unter der Geburt reduziert für Frauen* das Risiko in dieser extremen Situation Gewalt, zum Beispiel durch eine unabgestimmte Behandlung zu erfahren und sie ermöglicht es Frauen* Geburten selbstbestimmter zu erleben. Außerdem trägt die Betreuung der Familie durch eine Hebamme vor und nach Geburt zu besseren Eltern/Kind Beziehungen bei. Es kommt viel seltener zu gefährlichen Überforderungssituationen.

Definitiv genug Gründe für Kommunen das Thema Hebammenversorgung auf der Agenda zu haben. In ganz Deutschland bemühen sich vor allem Landkreise und kreisfreie Städte darum, die Versorgung mit Hebammen vor Ort und die Bedingungen für Gebärende* zu verbessern.

Hier kommen meine drei Lieblingskonzepte:

1. Kommunale Hebammenpraxen – Selbstständige Hebammen haben vor allem mit viel Bürokratie und hohen Versicherungskosten zu kämpfen. In kommunalen Hebammenpraxen werden die Hebammen durch die Kommune angestellt. Außerdem werden Räumlichkeiten für Behandlungen und Kurse zur Verfügung gestellt. Die Kommune übernimmt dann auch die Abrechnung mit den Krankenkassen.

2. Gesundheitsapp für Hebammen, Schwangere* und junge Familien – In Südniedersachsen wird gerade die HEDI App entwickelt. Diese App soll Hebammen unter einander, aber auch mit Schwangeren* und jungen Familien vernetzen. Hier sollen außerdem alle Angebote rund um die Schwangerschaft abrufbar sein und viele Informationen, die junge Eltern interessieren und die ansonsten bei Dr. Google erfragt werden.

3. Eine 1 zu 1 Betreuungsgarantie im kommunalen Krankenhaus – kommunale Krankenhäuser können ihre Personal- und Organisationsplanung so gestalten, dass Gebärenden* zumindest in aller Regel eine 1 zu 1 Betreuung während der Geburt gewährleistet wird.

Jede Geburt braucht eine Hebamme. Kommunen können dafür einstehen! #waskannkommune#feminismus#kommunalpolitik

Veröffentlicht von ottekaro

Politikerin bei Bündnis 90/Die Grünen, Kandidatin der Grünen Jugend Niedersachsen zur Bundestagswahl 2021

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