KEIN ATOMMÜLL-ZWISCHENLAGER WÜRGASSEN

Am 7. März jährte sich die Verkündung, dass Würgassen im Dreiländereck zwischen Hessen, NRW und Niedersachsen, als zentrales Zwischenlager für schwach und mittelradioaktiven Müll geplant ist. Drei Tage vorher veranstalteten die GRÜNEN aus Bad Karlshafen in Hessen einen Online-Diskussionsabend bei dem ich teilnehmen durfte. Mehr als 50 Teilnehmer*innen zeigten, wie sehr sie das Thema bewegt!

Wir GRÜNEN aus Hessen, NRW und Niedersachsen sind uns einig, dass der Standort Würgassen für das Atommüll-Zwischenlager ungeeignet ist!

Für mich ist klar, die Standortauswahl Würgassen ist eine politische Entscheidung gegen jede Vernunft gewesen. Der niedersächsische Umweltminister rühmt sich damit, einen Standort für das Lager in Niedersachsen während der Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD verhindert zu haben. Blöderweise wurde nicht konkretisiert, dass der Abstand zur Landesgrenze schon mehr als 200 Meter betragen darf. So lagert der Müll vielleicht nicht in Niedersachsen, aber er kann nur über Straßen- und Schienenstrecken durch Süd- und Ostniedersachsen an- und abgeliefert werden und das Gefahrenpotenzial liegt überwiegend hier.

Straßen und Schienen zum An- und Abtransport fahren unmittelbar durch Wohngebiete. Geplant sind circa 10 Züge pro Tag, auf den einspurigen und teilweise maroden, nicht für Schwerlast geeigneten Strecken. Auch das Zwischenlager selber befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung in Beverungen und Lauenförde. Dazu kommt die Lage im Überschwemmungsgebiet, direkt an der Weser.

Würgassen ist eine teure Fehlplanung auf Steuerzahlerkosten. Die Entscheidungskriterien für das Zwischenlager stehen auf mehr als tönernen Füßen. Die Planung setzt sich beispielsweise über den gültigen Regionalplan hinweg.

Es sollte jeder Transport von atomarem Müll vermieden werden, deshalb müssen mir auch darüber reden, ob es ein zentrales Zwischenlager wirklich braucht. Das muss Teil einer transparenten Diskussion und Abwägung sein. Es braucht transparente Kriterien und ein offenes Verfahren, dass alle Alternativen aufzeigt und zulässt.

Veröffentlicht von ottekaro

Politikerin bei Bündnis 90/Die Grünen, Kandidatin der Grünen Jugend Niedersachsen zur Bundestagswahl 2021

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